Ich bitte um Verständnis.
Roland Brunner
"Der Weinbau ist ein Werk des Friedens. Er braucht und entwickelt die guten Menschenkräfte" (Goethe)
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Vini naturali
Italienischer Wein ganz(heitlich) anders
"Bevor ein Wein gut ist, muss er echt sein" (Nicolas Joly)
"Auch bei Aldi und Lidl & Co. gibt es gute Weine“. Diesen Satz hört man immer öfter – und er stimmt! Wenn Wein nicht mehr sein soll wie vergorener Traubensaft mit netten Fruchtaromen ohne störende Härte, nicht zu süß und nicht sauer – das bekommt jede mit modernen Anlagen ausgestattete und von fachlich guten Önolgen beratene Großkellerei heutzutage problemlos hin. So wie ein guter Soundtechniker am Computer ein gefälliges Lied hinbekommt, das im Radio als Hintergrundmusik seine Pflicht erfüllt. Musik mit der Faszination einer Beethoven-Symphonie oder eines Rolling Stones-Songs bekommt mit Sicherheit kein noch so gut ausgebildeter Soundtechniker am Computer hin. Und so entstehen auch durch die beste Kellertechnik keine wirklich spannenden Weine, das heißt solche Weine, die nicht jedem gefallen wollen, sondern das unverfälscht zum Ausdruck bringen, was ihnen Boden, Klima, die traditionelle Weinkultur ihres Herkunftsgebietes mitgeben. Klar ist, dass das nicht mit Chemie und anderen manipulativen Eingriffen vereinbar ist. So sind die Produzenten dieser Art von Wein immer offen für natürliche Weinbereitung und viele von ihnen verzichten ganz auf unnatürliche Hilfsmittel und verstehen sich, so der Piemonteser Bio-Pionier Stefano Bellotti, „nicht als Weinmacher sondern als Wegbegleiter des Weins“. Ihr Ziel sind unverfälschte, authentische Weine, bei denen das Wort 'Terroir' nicht nur im Prospekt steht. Und immer mehr von ihnen erreichen es auch und produzieren spannende, unverwechselbare Weine, die oft ein wenig, manchmal auch ganz anders schmecken als man das gewohnt ist. Wer Sicherheit beim Wein sucht, wird hier oft enttäuscht; wer sich an Authentizität und Einzigartigkeit erfreut und offen ist für Neues und Ungewohntes, findet hier vieles, was sein Herz begehrt und seinen Gaumen erfreut. Vor allem bei den Weißweinen eröffnen sich hier oft völlig neue Geschmackswelten. Da viele – nicht alle – ‚Vini naturali‘-Produzenten ihre Weißweine länger mit der Schale vergären, sind diese oft von kräftigerer Farbe und würzigerem Geschmack – auch die Weine mit relativ wenig Alkohol.Was unterscheidet darüber hinaus die 'vini naturali' vom 'normalen' Biowein? Für mich ist es der Verzicht auf alle Interventionen, die eingesetzt werden, um den Weingeschmack in eine vorgegebene Richtung zu lenken. Das heißt: Reinzuchthefen, Geschmacksenzyme, Cryo-Maceration (ein Verfahren um Rotweinen vordergründig mehr Frucht zu verleihen), scharfe Klärung des Mostes. Das ist alles kein 'Teufelszeug' und – weil keine Chemie - im Bio-Weinbau auch zu recht erlaubt. Die 'Vini naturali' – Produzenten gehen mit dem Verzicht auf diese Methoden noch einen Schritt weiter. Außerdem versuchen sie, den im Biowein ohnehin schon limitierten Zusatz von Schwefel so weit wie möglich zu reduzieren oder ganz darauf zu verzichten.
Diese Art der Weinbereitung erfordert in der Regel einen höheren Arbeitsaufwand sowie mehr Zeit und ist deshalb vergleichsweise teuer. Weine im Aldi/Lidl-Preissegment darf man da nicht erwarten. Man muss jedoch auch kein Vermögen für diese ganz besonderen Weine ausgeben. Für knapp 10 Euro kann man sich schon einen Einblick in die Welt der 'Vini naturali' verschaffen. Ein - wie ich finde - mehr als angemessener Preis für ein hochwertiges, natürliches Genussmittel.
Hier die 'Vini naturali' im Enoteca-Angebot – geographisch geordnet von Nord nach Süd
Hinweis: Hier auf der Startseite sind nur die bio-zertifizierten (oder in der Umstellung hierzu befindlichen) Naturwein-Produzenten aufgeführt.
'Freistil'
(Südtirol)
"Tradition ist das Bewahren des Feuers und nicht das Weiterreichen der Asche" - im Sinne dieser Worte des Komponisten Gustav Mahler arbeiten die vier Südtiroler Winzer Christian Kerschbaumer, Martin Gojer, Urban Plattner und Thomas Niedermayr. Sie gehen neue Wege und machen einiges anders als es in den letzten Jahrzehnten gemacht wurde, in denen die Weine zwar in technischer Hinsicht immer 'besser', aber oft auch immer standardisierter wurden. Dabei greifen sie gerne auf altes, oft vergessenes wie Spontanvergärung, lange Verweildauer auf der Hefe, keine Schönungen und Filtration, minimale Mengen an Schwefel. Und vor allem haben die vier jungen Winzer sehr viel Geduld und lassen den Weinen die Zeit, die diese brauchen, um ihre Komplexität zu entfalten. Hier entstehen Weine der Zukunft im Rhythmus früherer Zeiten.
Weingut Garlider - Christian Kerschbaumer
Die Bioland-zertifizierte Kellerei Garlider im Südtiroler Eisacktal arbeitet schon seit 2003 nach biologischen Grundsätzen. Im Weiinberg setzt Christian Kerschbaumer in letzter Zeit verstärkt bio-dynamische Methoden ein und im Keller sorgen sanfte Pressung und Filtration, Spontanvergärung und relativ lange Reifezeit in großen Holzfässern für unverfälschte, komplexe Gebirgsweine.
Weißweine:
2017 Eisacktaler Müller-Thurgau 16,60 Euro
2015 Eisacktaler Pinot Grigio 19,50 Euro
Weingut Ebnerhof - Urban Plattner
Urban Plattner führt das von seinem Vater – einem der ersten Bio-Produzenten Südtirols – begonnene Werk konsequent fort und entwickelt es mit den Methoden der Biodynamie weiter. Sein Ziel ist „Ruhe in den Wein“ zu bekommen. Er lässt seinen Weinen ungewöhnlich viel Zeit zum reifen. Sie danken es ihm mit vielfältigen, komplexen und tiefgründigen Aromen.
Rotwein:
2012 Malasier Dolomiten 13,85 Euro
2013 Malasier Dolomiten 18,85 Euro
Weingut Pranzegg/Martin Gojer
Formell befindet sich das Weingut Pranzegg derzeit in der Umstellung zur Biozertifizierung. Praktisch sind die Weine schon seit einiger Zeit unverfälschte, reine 'Naturweine', bei denen vollständig auf Schönung und Filtration verzichtet wird und Sulfite nur in minimaler Dosierung zum Einsatz kommen.
Weißwein:
Rotweine:
2013 'Campill' (Vernatsch)
2012 'Campill' (Vernatsch)
2013 'Quirein' (Lagrein)
Hof Gandberg/Thomas Niedermayr
Auf zwei Hektar Rebfläche werden neben der für das Gebiet traditionellen Sorte Weißburgunder vorwiegend PIWI Sorten angebaut. Diese sind resistent gegen Pilzkrankheiten und müssen deshalb kaum mit chemischen Produkten behandelt werden. So wird die Produktion natürlicher Weine ermöglicht. Dies sind die „Weine der Zukunft“: das Resultat einer Anbauweise, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut, da sie die Umwelt respektiert und imstande ist Früchte erstklassiger Qualität zu erzeugen.
Weißwein:
2015 PIWI-Cuvée 'Sonnrain'
Haderburg/Familie Ochsenreiter
(Südtirol)
Die Familie Ochsenreiter produziert im Südtiroler Süden in Salurn hochwertige Schaumweine, rassige Weiße und feinen Pinot Noir und im Eisacktal intensive, langlebige Weiße. Eleganz und moderate Alkoholgrade sind hier die Ziel, die mit dem Einsatz bio-dynamischer Methoden auch regelmäßig erreicht werden.
Weißweine:
2015 Südtiroler Gewürztraminer 'Hausmannhof' 15,50 Euro
Rotweine:
2014 Südtiroler Blauburgunder 'Hausmannhof'
Pojer & Sandri
(Trentino)

Die Kellerei Pojer & Sandri produziert nur einen 'Vino naturale', aber was für einen! Mehr an bio und weniger an Eingriffen von Außen geht nicht. Beim Top-Frizzante 'Zero Infinito' wird gar nicht mehr gespritzt – auch nicht mit im Bio-Anbau zugelassenen, natürlichen Mitteln. Möglich ist dies durch die Verwendung der pilzresistenten Sorte Solaris, die in 800 bis 900 Meter Höhe im Cembratal optimale Bedingungen vorfindet. Im Keller wird dem 'Zero Infinito' wird kein Milligramm Schwefel zugesetzt.
Frizzante:
2017 'Zero Infinito'
(Veneien)

"Unser Ziel ist es, uns geduldig und kompromisslos weiter zu entwickeln. Geduldig was den Respekt vor den Rythmen der Natur betrifft, kompromisslos hinsichtlich der Qualität unserer Weine." So Maddalena Pasqua di Bisceglie, die zusammen mit ihrer Familie, ihren Mitarbeiter sowie den Schafen, Eseln, Kühen und Hunden dafür sorgt, dass auf Musella bio-dynamische Valpolicella-Weine in Top-Qualität produziert werden." Die Musella-Gewächse zeichnen sich vor allem durch die gelungene Verbindung von Eleganz und Intensität aus. Zudem wird auf La musella noch ein hochwrertiges Extra vergine-Olivenöl produziert.
2017 Valpolicella Superiore 12,50 Euro
2016 Valpolicella Superiore 12,50 Euro
2015 Valpolicella Superiore RIpasso 16,50 Euro
2012 Recioto della Valpolicella (0,375 Liter)
2018 Olivenöl Extra Vergine (0,5 Liter) 16,50 Euro
Die Weine von La Castellada sind Monumente. Intensive, vielschichtige Gewächse, die alles in sich tragen, was die geschichtsträchtigen Weinberge iin Oslavia an der italienisch-slowenischen Grenze (die heute zum Glück eigentlich keine mehr ist) in sich tragen. Länger im Keller ausgebaut wie die großen Rotweine Italiens barolo und Brunello verbinden sie Kraft und Fülle mit Raffinesse und Eleganz sowie einer außergewöhnlichen Reifefähigkeit.
2013 Collio Friulano 32,50 Eur
2013 Ribolla Gialla di Oslavia 32,50 Euro
2013 Collio Bianco della Castellada 32,50 Euro
Die Cooperativa Valli Unite in den Colli Tortonesi im östlichen Piemont sind ein Musterbetrieb hinsichtlich biologischer Produktion, sozialer Verantowrtung und kultureller Bereicherung. Würde überall so gearbeitet und gelebt wie hier - die Welt wäre ein sehr viel besserer Ort - und es gäbe mehr urige, spannende zu sehr, sehr moderaten Preisen.
Rosso 'Ottavio Rubé' 7,50 Euro
La Staffa
(Marken)
Der Verdicchio wurde vor einigen Jahren von Italiens Weinführer 'Gambero Rosso' als die hochwertigste autoktone Weißweinsorte Italiens bezeichnet. Ich halte zwar nichts von Superlativen, denn dazu ist meines Erachtens die Weinwelt zu komplex. Fakt ist jedoch, dass die Verdicchio-Rebe Qualitäten hinsichtlich Komplexität, Intensität und Reifefähigkeit besitzt, die sie zu einer der interessantesten Weißweinsorten Italiens macht. Lange wurden diese Qualitäten nur von wenigen Erzeugern erkannt. Das hat sich nun geändert. Junge Winzer produzieren inzwischen Verdicchio-Weine, die auch ein verwöhntes Publikum begeistern können. Einer davon ist Riccardo Baldi, der seit 2010 auf seinen Weingut La Staffa seine Vorstellungen verwirklicht und mit bio-dynamischen Methoden Weine produziert, die zu recht in Fachkreisen großes Aufsehen erregen. Gelernt hat er sein Handwerk von Lucio Canestrari (links im Bild), der hier nur deshalb nicht erwähnt wird, weil er zwar auch bio-dynamisch arbeitet, dem jedoch der mit einer Zertifizierung notwendigerweise verbundene bürokratische Aufwand zu viel ist.
Terraviva
(Abruzzen)
Pietro Topi War früher erfolgreicher Unternehmer. Er ist ein Mann, der das, was er anpackt, konsequent durchzieht. Sein Ziel sind kompromisslose Naturweine zu zivilen Preisen. Dieses Ziel hat er erreicht. Konsequenz heißt bei ihm allerdings auch, sich nicht nur auf die Produktion von Naturweinen zu beschränken. Seine Kellerei ist deshalb nach den neuesten technischen Standards bezüglich Energieeffizienz gebaut und wird komplett aus erneuerbaren Quellen versorgt. Seine Weine sind sehr elgant, fein und vielschichtig; wenig filtriert und kaum geschwefelt.
Weißweine:
2015 Trebbiano d'Abruzzo
2015 Abruzzo Passerina 9,90 Euro
2015 Abruzzo Pecorinio EKWO 12,50 Euro
2014 Trebbiano d'Abruzzo 'Mario's' 14,50 Euro
Rotweine:
2014 Montepulciano d'Abruzzo 9,90 Euro
2013 Montepulciano d'Abruzzo 'Luí' 14,50 Euro
(Sardinien)
Alessandro Dettori war der erste Winzer in Sardinien, der konsequent auf bio-dynamische Produktion setzte und er ist bis jetzt diesbezüglich der konsequenteste. Die Meeresnähe seine Weinberge sorgen für gute Durchlüftung der Rebzeilen, sodass fast nie Gefahr von Pilzbefall gibt, auch wenn die Trauben im Herbst extrem lange reifen. Dies sorgt für intensive, vielschichtige, charaktervolle Weine, die sich trotz ihres relativ hohen Alkoholgehalts sehr fein und elegant präsentieren. Seine Selektionsweine sind gesuchte Raritäten, aber auch die Weine der Basislinie 'Renosu' zeigen sehr viel eigenständigen Charakter.
Weißweine:
Rotweine:
2011 Cannonau 'Tuderi - Badde Nigolosu' 21,50 Euro (derzeit ausverkauft)
2010 Cannonau ' Tenores - Badde Nigolosu' 39,50 Euro (derzeit ausverkauft)
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Die Enoteca Italiana wurde 2014 von den Lesern des Wein- und Genussmagazins FINE als "besonders empfehlenswerte Weinhandlung" ausgezeichnet.
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Tipps
Eine der besten und informativsten Seiten im Internet zum Thema 'Italienischer Wein'
Kulinarisches im Raum Regensburg:
Cafebar 3 Mohren
Restaurant Schwögler
Hier finden Sie die guten Lebensmittel in Regensburg:
Tipps für kulinarische Italien-Reisen:
Das Weinetiketten-Archiv von Axel Rolle
Einkaufsempfehlung Weinaccessoirs
Die muronomore - Glaskaraffen der Dekanter-Reihe aus der italienischen Manufaktur Carlo Morettin erfreuen nicht nur Nase und Gaumen, indem sie die Weine intensiver duften und schmecken lassen; sie sind mit ihrem hochwertigen Design auch ein einzigartiger ästhetischer Genuss. Und: Sie sind praktisch, da sie sich einfach reinigen lassen.
Gem. § 36 Abs. 1, Nr. 1 des Gesetzes über die alternative Streitbeilegung in Verbrauchersachen (Verbraucherstreitbeilegungsgesetz - VSBG) weisen wir darauf hin, dass die Enoteca Italiana nicht an Streitbeilegungsverfahren vor Verbraucherschlichtungsstellen teilnimmt.
Die Enoteca Italiana wurde 1985 gegründet und ist das älteste Fachgeschäft für Wein aus Italien in Regensburg
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